Rekordbeteiligung bei der Bezirksmaifeier in Wels
Der 1. Mai begann heuer mit einem regnerischen Morgen und alles andere als einladend für eine Bezirksmaifeier. Nichtsdestotrotz zeigten die Sozialdemoratinnen und Sozialdemokraten in Wels-Stadt und Wels-Land, dass für sie Solidarität und Zusammenhalt keine Fremdwörter sind. An die 700 Besucherinnen und Besucher ließen sich vom trüben Wetter nicht abhalten und zeigten mehr als beeindruckend, dass es ihnen wichtig ist, die Fahnen für den sozialen Fortschritt hoch zu halten.
Bereits um 9 Uhr versammelten sich aus dem ganzen Bezirk Wels die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Maikundgebung auf dem Welser Wochenmarktgelände. Vertreterinnen und Vertreter aus allen 24 SPÖ Ortsorganisationen, aus allen 8 Stadtsektionen, aus den befreundeten Organisationen, von den Kinderfreunden bis zu den Gewerkschaften, von den Pensionistinnen und Pensionisten bis zu ARBÖ, Antifa und vielen Vertreterinnen und Vertretern migrantischer Vereine – trotz strömendem Regen, angeführt von der Eisenbahnermusikkapelle Wels, marschierten alle in Richtung Minoritenplatz, wo das große Festzelt bereits wartete.
Bezirksparteivorsitzende StRin Silvia Huber begrüßte alle auf das Herzlichste und freute sich sichtlich über den enormen Besucherstrom. Vizebürgermeister Hermann Wimmer betonte in seiner Ansprache: „Diese Rekordbeteiligung ist eine Demonstration für die Werte der Sozialdemokratie“, und dann weiter: „Wels ist eine internationale Stadt der Vielfalt, für die Einfalt sind in Wels andere zuständig!“
Viel Applaus bekam auch Hauptredner Johann Kalliauer für seine Ansage: „Die Menschen wollen Arbeit, von der sie leben können und ein Einkommen, mit dem sie überleben können.“ In den 125 Jahren, seit Sozialdemokraten und Gewerkschaften für bessere Arbeitsbedingungen kämpfen und dafür am 1. Mai auf die Straße gehen, habe sich vieles verbessert. Es darf aber nicht verschwiegen werden, dass mehr als 10 Prozent der österreichischen ArbeitnehmerInnen trotz ganzjähriger Vollzeitarbeit nicht einmal 1.500 Euro brutto im Monat verdienen. „Es geht um Gerechtigkeit, Chancen, Sicherheit und Respekt für alle Menschen, egal ob deren Geburtsort in Österreich oder anderswo ist“, so der Arbeiterkammer-Präsident. Es braucht aber auch auf Bundes-, Landes- und Gemeindeebene die politische Kraft, sozialdemokratische Konzepte durchzusetzen.
Bei der Wahl am 27. September geht es darum, was in den nächsten sechs Jahren in Oberösterreich Priorität hat. Ein gerechter Zugang zu sozialen Dienstleistungen, Kinderbetreuung und ein Gesundheitssystem, wo sich alle Menschen wohlfühlen oder aber eine Zwei- und Dreiklassenmedizin mit „Pühringer-Betten“ im Spital, die am Gang stehen – die Menschen in Oberösterreich haben die Wahl. Sein Appell für die bevorstehenden Landtags-, Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen: „Der 27. September ist kein Tag für ein Glücksspiel, sondern ein Tag für wichtige Entscheidungen!“, so Hans Kalliauer in seinem abschließenden Appell.
Einen eindringlichen Aufruf für die Landtags-, Gemeinderats- und Bürgermeisterdirektwahlen richtete auch Landtagsabgeordnete und Spitzenkandidatin Roswitha Bauer in ihren Schlussworten an das Publikum. „Wer nach dem 27. September eine soziale, faire und vor allem gerechtere Politik in Oberösterreich will, muss der SPÖ die Stimme geben!“ Es muss gelingen, die Allmacht der ÖVP zu brechen und die SPÖ so stark wie nur irgend möglich zu machen – nur so kann der Einspar-, Zusperr- und Kürzungspolitik, der Verhinderungs- und Blockierungspolitik der ÖVP entgegengewirkt werden! Eine gerechte und faire Politik kann nur dann in Oberösterreich stattfinden, wenn die ÖVP ganz klar ihre Mehrheit verliert!
